dichter bin ich schwanger,
kein geld hab ich auch.

 


das abo-gedicht

ich möchte Sie gewinnen, als abnehmer monatlich eines gedichts von mir, in einer auflage herausgegeben, die zwanzig stück umfasst, gedichte, frisch entlassen zu papier gebracht, auf meiner in die jahre gekommenen schreibmaschine, unermüdlich dient sie mir, mehr als zwei blatt, plus blaupapier, auf einen schlag, vermag sie, bei aller standfestigkeit, nicht zu verkraften.
blaues farbband, hat es das je gegeben? ermessen Sie die qualen, jedes blatt wird einzeln blau durch-
geschlagen, blau auf weiß will ich nun mal die zeilen für Sie stehen haben, handsigniert und nummeriert. fühlen Sie die spuren der schläge! spüren Sie das nerven der säge!
pro gedicht und monat nehme ich vierundvierzig euro von Ihnen, wer da weiter gehen möchte, den werde ich mich hüten zu zügeln. wenn Sie das wünschen, kommt es zur persönlichen übergabe und dem vortrag des gedichts durch mich. sollten Sie per post das gedicht bekommen, werden Ihnen keine versandkosten entstehen.
der mensch lebt nicht vom wort allein, geben Sie mir den rest.

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